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  • Date: 08/05/2026

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks und Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Großregion

Vollversammlung des IRH in Metz bekräftigt gemeinsame Prioritäten für die kommenden Jahre

Am 20. März 2026 versammelten sich die Spitzen der Handwerksorganisationen aus Luxemburg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, der Region Grand Est und der Wallonie zur Vollversammlung des Interregionalen Rats der Handwerkskammern der Großregion (IRH) in Metz. Die Sitzung bot Gelegenheit, zentrale politische und strategische Fragenstellungen für das Handwerk der Großregion (GR) zu bündeln und in einem konstruktiven Dialog weiterzuentwickeln.

Bei den Gesprächen ging es schwerpunktmäßig um Maßnahmen zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der GR, Synergien bei der grenzüberschreitenden Bildungsarbeit, den Austausch von Best-Practices rund um den Einsatz von KI im Handwerk und in den Handwerksorganisationen, europäische Wirtschaftspolitik, das Heben von Nachhaltigkeitspotenzialen in den Mitgliedsregionen sowie Chancen des zirkulären Wirtschaftens. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, bestehende Schnittstellen systematisch zu identifizieren und gemeinsame strategi-sche Leitlinien für die kommenden Jahre festzulegen.

IRH-Präsident Philippe Fischer und IRH-Generalsekretär Marc Gross legten der Vollversammlung eine Reihe an Vorschlägen vor, die von den Partnerkammern verabschiedet wurden. Die Federführung im Handlungsfeld „Berufliche Bildung“ wurde von den Partnerinstitutionen an die Handwerkskammer Trier übergeben, wohingegen der Handwerkskammer des Saarlandes die Federführung im Bereich „nachhaltige Unternehmensführung und zirkuläres Wirtschaften“ übertragen wurde. Der Bereich „Auslandsmärkte“ bleibt derzeitig noch in der Hand der Chambre des Métiers Luxembourg.

Für die Handwerkskammern der GR ist der Erfahrungsaustausch im Rahmen des IRH sehr wertvoll. Alle Regionen stehen vor den gleichen Herausforderungen, ganz gleich, ob es die Region Rheinland-Pfalz betrifft oder Luxemburg, Frankreich und Belgien. In den nächsten Jahren gilt es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, die ihre Wirkung in der gesamten GR entfalten.

Die hochwertige Expertise des IRH-Netzwerkes dient dem Wissenstransfer im Handwerk der GR (300.000 Betriebe; 890.000 Beschäftigte; 32.000 Auszubildende). Eine der diskutierten Best-Practice war das E-Tool der Handwerkskammer des Saarlandes, das mittlerweile in ganz Deutschland Einsatz findet, und mit dem sich Energieverbräuche systematisch erfassen und optimieren lassen. Künftig soll das Tool über die Klima Agence, in Zusammenarbeit mit der Chambre des Métiers und der Chambre de Commerce, in Luxemburg eingeführt werden. Die Wallonie zeigt sich auch interessiert. Mit einer flächendeckenden Nutzung des Tools innerhalb der Großregion wäre ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Nachhaltigkeitsförderung in der Grenzregion erreicht.

Innovation im Handwerk als Fokus 2026


Vor dem Hintergrund des derzeitigen wallonischen Vorsitzes der Großregion, der „Innovation“ als Leitthema verfolgt, wird der IRH im Herbst eine öffentliche Veranstaltung zu Thema „Künstliche Intelligenz im Handwerk“ organisieren und entsprechende Empfehlungen an den Gipfel der GR richten. Ziel ist es, die Innovationskraft des Handwerks sichtbar zu machen und politische Entscheidungsträger gezielt in den Dialog einzubinden.

Die Vollversammlung diskutierte zudem den Vorschlag der Europäischen Kommission zum Europäische Multiannual Financial Framework (MFR) 2028-2034, im Hinblick auf eine bis Juni geplante wichtige IRH-Stellungnahme.

Zum Abschluss der Sitzung besuchten die Delegationen das innovative Handwerksunternehmen NIMESIS Technology, das hochpräzise Aktuatoren für unter anderem die europäische Raumfahrt entwickelt. Der Besuch illustrierte, wie technologische Innovation und handwerkliche Präzision in der Großregion zusammenwirken und welche Bedeutung zukunftsorientierte Handwerksunternehmen für die Wettbewerbsfähigkeit der Region haben.

Die Vollversammlung in Metz unterstrich erneut die Bedeutung des gemeinsamen Engagements der Handwerksorganisationen für die Entwicklung der Großregion und stärkte die Rolle des IRH als interregionalen Akteur mit Fokus auf Bildung, Innovation und Nachhaltigkeit.



Vollversammlung des IRH in Metz (20 März 2026)

Partner

Das CICM umfasst acht Mitgliedsorganisationen, die das gesamte Gebiet der Großregion abdecken. Das Generalsekretariat befindet sich bei der Handwerkskammer Luxemburg.

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